Das gelieferte Holz ist 100% PEFC-zertifiziert (Certificate-Nr.: TT-PEFC-COC215)

Ein Sägewerk in vierter Generation

Erfahren Sie mehr über die Entstehung unseres Sägewerks unter dem aktuellen Geschäftsführer Gerd Selle sowie seinen Vorfahren Heinz Selle, Emil Lutze und Gründer Albert Lutze.

Gründung:
Ein Sägewerk mit Zimmerei

1934-1947
Geschäftsführer: Albert Lutze

Historischer Bau eines Fachwerkhauses Sägewerk Selle

Bau von Fachwerk und Dachstuhl
eines Wohnhauses in Holzthaleben

Der Traum vom eigenen Sägewerk beginnt mit einem kahlen Feld: Albert Lutze, Urgroßvater des heutigen Sägewerk-Besitzers Gerd Selle, kauft im Herbst 1934 das Ackerland am Hohlen Weg in seinem Heimatdorf Holzthaleben. Günstig gelegen am Dorfrand und nahe des weitläufigen Dünwalds, nutzt er das Sägewerk gemeinsam mit seinen Brüdern und Mitgründern Richard und Emil Lutze zu Anfang in Kombination mit einer Zimmerei.

Historischer Zimmerplatz des Sägewerk Selle

Auf dem ersten Zimmerplatz wurden
Fachwerkgebinde zugeschnitten und angelegt.

Noch im selben Jahr werden auf dem ersten Zimmerplatz Fachwerkgebinde zugeschnitten und angelegt – anfangs nur mit speziellen Äxten, dem „Zimmermannsbeil“. Zwischen 1934 und 1938 beginnt das Sägewerk mit angeschlossener Zimmerei den Betrieb mit 17 Mitarbeitern, darunter sechs Lehrlinge. Im Laufe der 1930er Jahre kommen elektrische Werkzeuge wie eine Kreissäge und ein Horizontalgatter hinzu. Beim Bau der Siedlung im Dorf Holzthaleben übernimmt die Zimmerei alle Arbeiten für die Dachstühle – täglich wird ein Dachstuhl errichtet.

Bruder Emil überimmt

1948 - 1968

erstes Vollgatter des Sägewerk Selle

Mit dem ersten Vollgatter werden ab 1961
vorwiegend Bahnschwellen und Dachstühle geschnitten.

Mitgeschäftsführer Richard Lutze hat nur wenige Jahre Freude am Familienunternehmen: 1943 verunglückt er bei Holzfällerarbeiten im Holzthalebener Wald tödlich. Wenige Jahre später fällt sein Bruder und Gründer Albert Lutze im zweiten Weltkrieg, sodass Emil, der Dritte im Bunde, alleiniger Geschäftsführer wird.


Ab 1965 konzentriert sich dieser vollkommen auf die Arbeiten als reines Sägewerk und beendet die Tätigkeiten der Zimmerei.

Neue Maschinen und ein großer Fuhrpark

1969-1994

Ewald Pubantz und Gerd Selle beim sägen

Sohn Gerd Selle (li.) arbeitet schon früh mit im väterlichen Sägewerk.

Der neue Geschäftsführer Heinz Selle rüstet technisch auf: Das Sägewerk erhält eine Reihe neuer Anschaffungen: der erste Stapler, ein Traktor „Pionier“, diverse Anhänger, verschiedene Lkw und ein Kran erweitern den Fuhrpark. So findet das Holz nun noch zügiger seinen Weg zum Kunden.

L 60 Kipper des Sägewerk Selle

Der Fuhrpark wächst: Ein neuer L 60-Kipper
mit zusätzlichem Anhänger ist allzeit Einsatzbereit, um Holz zu den Kunden zu befördern

Für einen kurzen Rückschlag sorgte Pfingsten 1980 an Brand an den Garagen, doch bereits im Herbst waren diese und die Werkstätten aufgebaut und wieder in Betrieb.

Wachstum und technischer Fortschritt

seit 1995

Rundholzsortieranlage des Sägewerk Selle

Seit Mitte der 1990er Jahre wird die Rundholzsortiermaschine das Zentrum des Rundholzplatzes. Beim Sägen auf Länge sorgt sie für eine große Arbeitserleichterung, Zeitersparnis und erhöhte Qualität.

Mit der Übernahme des Sohnes Gerd Selle kommen viele neue Anbauten hinzu. Mithilfe einer Trafostation kann das Sägewerk sich fortan unabhängig mit Strom versorgen. Ein Hebegerät, ein großzügiger Frühstücksraum und ein zweites Büro sind nur einige neue Investitionen, die der neue Geschäftsführer zum Ausbau des väterlichen Unternehmens tätigt.

Dämpfkammer des Sägewerk Selle

Nach der Wende wird das Betriebsgelände um zahlreiche Anbauten erweitert, zum Beispiel um eine zweite Dämpfkammer.

Anfang der 2000er Jahre folgten verschiedene Trockenkammern, eine Dämpfe, eine Stapelanlage und verschiedene Fahrzeuge.

Das Sägewerk heute

Mitarbeiter des Sägewerk Selle in einer Produktionshalle beim arbeiten

Zum Angestelltenteam des Sägewerk Selle gehören heute 16 Mitarbeitende aus Holzthaleben und den umliegenden Orten.

Seit 2005 ist Sohn Michael Selle Industriemeister und übernimmt im Sägewerk viele unabdingbare Aufgaben. Noch heute ist das Sägewerk ein traditioneller Familienbetrieb: Schwester Andrea, Schwager David Köhn und weitere Verwandte sind ebenfalls im Unternehmen tätig. Insgesamt ist das Sägewerk Selle Arbeitgeber für 16 Angestellte und stellt weiterhin Arbeitskräfte ein.

Die moderne Entrindungsmaschine ist seit Sommer 2021 in Betrieb.

Die jüngste Anschaffung: Eine Entrindungsmaschine, die automatisch ganze Baumstämme in Sekundenschnelle entrindet.